Schöne Tradition

Auch das 40. Weihnachtskonzert der Musikkapelle Bellenberg begeisterte die Zuhörer

Schöne Traditionen werden bei der Musikvereinigung Bellenberg hochgehalten. Auch beim 40. Weihnachtskonzert konnten die zahlreichen Besucher in der Turn- und Festhalle in anspruchsvollen Kompositionen schwelgen und sich von packender Rhythmik mitreißen lassen. Gleichzeitig stellten sich die gut geschulten Musiker unter Leitung von Hermann Taubenheim in den Dienst der guten Sache. Von jeder bezahlten Eintrittskarte fließen 50 Cent der „Kartei der Not“ zu, die 2015 ihr 50-jähriges Jubiläum feiern konnte.
Wer bei den frühlingshaften Temperaturen keine rechte Weihnachtsstimmung empfinden konnte, dem bot sich zu Beginn des Konzerts die ideale Gelegenheit zur Besinnlichkeit. Auf der im Glanz der Kugeln der Christbäume strahlenden Bühne luden die festlichen Klänge eines Klarinettenquartetts, die sonoren Töne eines Alphorns und gehaltvolle Texte zum Innehalten ein.
Mit der pompösen Eröffnungsfanfare „Also sprach Zarathustra“ setzte die Musikvereinigung Bellenberg einen grandiosen Einstieg in ein Programm, das von der ersten bis zur letzten Note durch Exaktheit, Dynamik und klangliche Nuancierungen beeindruckte. Als effektvollen Kontrast zum präzise intonierten „Florentiner Marsch“ nahm das Blasorchester mit der Komposition „Irish Castle“ von Markus Götz die Zuhörer mit auf eine Zeitreise nach Irland – mal träumerisch und idyllisch, dann dramatisch und schließlich in ausgelassenen Tänzen. Eine majestätische Fanfare der Blechbläser eröffnete die Mini-Ouvertüre „Valhalla“, die würdevoll, aber auch romantisch im Stile von Wagners Opern-Ouvertüren in die nordische Mythologie entführte. Und schon versprühte das Blasorchester mit beliebten Melodien aus der „West Side Story“, dem aus der Feder von Leonard Bernstein stammenden erfolgreichsten Musical des 20. Jahrhunderts, Schwung und Elan. Bekannte Hits der britischen Pop-Rock-Band „Coldplay“ begleiteten die begeisterten Zuhörer in die Pause.
Auch im zweiten Programmteil überraschten die Musiker ihr Publikum mit der beachtlichen Bandbreite ihres Repertoires. Fanfarenklänge eröffneten das feierliche Konzertwerk „In Purple and Gold“ von James L. Hosay, in dem nicht nur die Holzblasinstrumente voll zur Geltung kamen. Im Soundtrack „Symphonic Highlights from Frozen“ wurden die Zuhörer mit den schönsten musikalischen Momenten des Kinofilms „Die Eiskönigin“ in eine Märchenwelt versetzt, ehe die verspielte Komposition „Fireflies“ den Tanz der Glühwürmchen in der Nacht in Klängen verdeutlichte.
Dirigent Hermann Taubenheim konnte seine klar vorgetragenen Intentionen auf das Orchester übertragen und durfte sich dabei einwandfrei auf seine bestens mitgehenden Musikern in allen Registern verlassen.
Mit einem „Bon Jovi Rock Mix“ kündigte Klaus Jekle, der die einzelnen Vorträge fachkundig erläuterte, Hits der US-amerikanischen Rockband an, bei denen das Blasorchester eine mitreißende Rhythmik überspringen ließ. Das mit hörbarer Detail- und Spielfreude präsentierte Medley „Selections from Mary Poppins“ versprühte beschwingte Musical-Atmosphäre.
Dass nach diesen überzeugenden Leistungen noch nicht Schluss sein sollte, verstand sich von selbst. Als Zugabe bewies Solistin Sabrina Botzenhart in „Gabriel’s Oboe“ hervorragendes Können.
Mit einem beschwingten „Winter Wonderland“ leitete die Musikgesellschaft Bellenberg zum geselligen Beisammensein mit ihren Konzertbesuchern über.

 

Quelle (Text und Bild): Illertisser Zeitung